Wie können wir ein gesundes Zuhause für unsere Kinder schaffen?
Antwort
Wie sie selbst bereits erkannt haben, legt die Baubiologie Wert auf eine ganzheitliche Betrachtung zum gesunden und nachhaltigen Bauen und Wohnen. Einen guten Einstieg bieten die 25 Leitlinien der Baubiologie.
Ein gesundes Wohnumfeld unterstützt die Entwicklung und das Wohlbefinden von Kindern. Da Kinder empfindlicher auf Schadstoffe, Lärm, schlechte Luft, Lärm oder Elektrosmog reagieren als Erwachsene, ist eine bewusste Gestaltung ihrer Räume besonders wichtig.
Achten Sie in ihrem Wohnumfeld deshalb besonders auf folgende Punkte:
Gute Luftqualität: Verwenden Sie möglichst natürliche Materialien (Holz, Wolle, Baumwolle, Lehm, Kalkfarben etc.). Vermeiden Sie Schadstoffe, die besonders häufig in Kunststoffen oder Farben vorkommen. Lüften Sie regelmäßig (3–4 x täglich Stoßlüften). Zimmer auch nicht mit Möbel und Spielsachen überladen, auch um die Zimmer gut reinigen zu können.
Gesunder Schlafplatz: Metallfreie Betten, natürliche Textilien und ruhige, dunkle Schlafbedingungen unterstützen die Regeneration.
Schimmel vermeiden: Auf ausreichendes Lüften und mäßige Luftfeuchtigkeit (40–60 %) achten (Hygrometer aufhängen bzw. aufstellen). Möbel mit ca. 10 cm Abstand an schlecht gedämmt Außenwände stellen und Räume regelmäßig Lüften.
Elektrosmog reduzieren: WLAN so oft wie möglich, aber vor allem nachts ausschalten. Die Nutzungsdauer von Smartphones begrenzen, bei Nichtbenutzung den Flugmodus aktivieren und das Laden im Kinderzimmer vermeiden. Wo möglich, bevorzugt kabelgebundene Geräte verwenden. Bett nicht direkt neben Steckdosen oder Mehrfachsteckern aufstellen.
Licht & Ruhe: Viel Tageslicht, flimmerfreie Leuchtmittel mit warmem Farbspektrum sowie eine ruhige, stressarme Umgebung unterstützen Konzentration und Entspannung.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit lässt sich sagen, dass natürliche Materialien, gute Luft und möglichst wenig technische und chemische Belastungen ein Umfeld schaffen, in dem Kinder gut schlafen, spielen und wachsen können.
Wir empfehlen, sich an eine Baubiologische Beratungsstelle IBN zu wenden. Diese können nicht nur beraten und Sie bei der Auswahl von Materialien, Möbeln oder Bettwäsche unterstützen, sondern können bei Bedarf auch Schadstoffe, Schimmel sowie Elektrosmog messen.
Diese Frage beantwortete Ihnen Josef Frey, Architekt und Mitarbeiter im IBN
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Über die Baubiologie
Die Baubiologie beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Menschen und ihrer gebauten Umwelt. Wie wirken sich Gebäude, Baustoffe und Architektur auf Mensch und Natur aus? Dabei werden ganzheitlich gesundheitliche, nachhaltige und gestalterische Aspekte betrachtet.
25 Leitlinien
Für einen schnellen, aufschlussreichen Überblick haben wir in 25 Leitlinien der Baubiologie die wichtigsten Parameter herausgearbeitet, sortiert und zusammengefasst. In 15 Sprachen, als PDF oder als Plakat erhältlich.


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