Freizeitzentrum in Exeter/England

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Die baubiologischen Kriterien für dieses Großprojekt wurden vom Architekturbüro Gale & Snowden zusammen mit dem IBN entwickelt: Materialauswahl im Innenausbau nach baubiologischen Kriterien / Energieverbrauch ca. 60 % reduziert / Wasserverbrauch ca. 50 % reduziert / optimierte Wasserqualität / sehr gute Luftqualität / geringer Wartungsaufwand ...

Mit der Planung und dem Bau beauftragt wurde das Architekturbüro Gale & Snowden als Teil eines multidisziplinären Teams. Der Standort im Herzen der südenglischen Stadt Exeter erforderte eine starke architektonische Präsenz. Das Freizeitzentrum umfasst u.a. folgende Einrichtungen:

  • Drei Schwimmbecken, zwei davon mit höhenverstellbaren Böden
  • 100 Zuschauerplätze
  • Fitnessstudio für 150 Besucher
  • Gesundheits- und Wellnessbereich mit Whirlpool
  • Café, Kinderspielbereich, Kinderkrippe und Verwaltungsbüros.

Die Gesamtkosten betrugen ca. 50 Mio. Euro.

Letztendlich konnten nicht alle baubiologischen Vorgaben zu 100 % um- bzw. durchgesetzt werden. Dennoch ist im Vergleich zu anderen englischen Projekten dieser Größenordnung ein Projekt mit Vorbildcharakter entstanden.

Wesentliche Ziele:

  • 50 – 70 % weniger Energiekosten im Vergleich zu ähnlichen Projekten (Passivhausbauweise / überdurchschnittlich gute Wärmedämmung, luftdichte Bauweise, Lüftung und Abwasser mit Wärmerückgewinnung u.v.m.)
  • Materialauswahl im Innenausbau nach baubiologischen Kriterien
  • 50 % weniger Wasserverbrauch und optimierte Wasserqualität durch Abwasserreinigung und -wiederverwendung, Mikrofilter-System und UV-Sterilisation
  • Sehr gute Luftqualität durch optimierte Lüftungsanlagen sowie Trennung zwischen „nassen“ und „trockenen“ Zonen
  • Sehr gute dynamische Tageslichtverhältnisse
  • Geringe Wartungskosten durch hochwertige Bausubstanz und Haustechnik
  • Gesamtkonzept ausgelegt für den Klimawandel bis 2080.

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Bild 1-4: Tom Hargreaves

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